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Große Herbstaktion!

Liebe Freunde!

Der Herbst verbannt uns mit seinen Wassern und Winden immer öfter in die warme Stube. Was liegt da näher, als sich mit einem guten Buch auf die Couch zu kuscheln?

 

Deshalb habe ich mir für Euch ein Angebot ausgedacht:

 

Wenn Ihr bis zum 19. Oktober 2013 um 23:59 Uhr mein Buch “Streifzüge mit Katja – Rund um die Stadtmauer in Halle (Saale)” kauft, dann dürft Ihr an meiner Führung rund um die Stadtmauer an einem Termin Eurer Wahl kostenlos teilnehmen.

 

Streifzüge mit Katja - Rund um die Stadtmauer in Halle (Saale)

Alle Informationen zum Stadtrundgang findet Ihr hier. Bitte beachtet, dass sich die Uhrzeiten der Stadtführung zum 15. Oktober 2013 ändern. Bei individuellen Terminwünschen bitte ich um vorherige Absprache.

Als Gutschein dient der Kaufbeleg.

 

Sagt das auch Euren Freunden weiter!

 

Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch

Katja

Wie das Moritzkloster zu Halle gegründet wurde

Im Jahre 1156

gab es in Halle für die Söhne der reichen Patrizier und Pfänner nur eine Schule: die Klosterschule des Klosters Neuwerk vor den Toren der Stadt. Die Jungen hatten einen langen Weg zu gehen, um bei ihrem Schulmeister, dem Mönch Rudolphus, das Lesen und Schreiben zu lernen.

Bruder Rudolphus duldete keine Faxen in seinem Unterricht und benutzte seinen Rohrstock reichlich, um die Schüler zu zähmen. Die Söhne führten Klage bei ihren Vätern und diese forderten den Klostervorsteher auf, dem Treiben seines Schulmeisters Einhalt zu gebieten. Der jedoch stellte sich schützend vor Bruder Rudolphus und verteidigte dessen Erziehung.

 

Eines Tages wurde wieder einer der Schüler für geringes Vergehen hart bestraft.

Da erhoben sich alle Jungen und verprügelten den grausamen Lehrer. Er bekam seine eigenen Ruten zu schmecken und beschwerte sich gar sehr bei seinem Prior.

Dieser ließ nach den Schülern schicken, auf dass sie gezüchtigt würden für ihren Übergriff.

Da platzte den reichen Vätern endlich der Kragen. Gemeinsam ersuchten sie den Landesherrn, den Erzbischof Wichmann zu Magdeburg, um Erlaubnis, ein neues Kloster aufrichten zu dürfen. Es sollte innerhalb der Stadt liegen, um den Söhnen den Weg zur Schule zu verkürzen und sie wollten ein Wort über den Schulmeister haben. Der Erzbischof war einverstanden und gestattete den Bau.

So wurde im Südwesten der Stadt, gleich an der Stadtmauer, ein Kloster errichtet und dem Heiligen Moritz geweiht.

 

Mehr als 200 Jahre später wurde die Klosterkirche ausgebaut und zur Pfarrkirche der Pfänner ernannt. Die Geschichte darüber ist aber schon eine andere Legende.

 

Der Wahrheit etwas näher kommen wir wohl, wenn wir wissen, dass Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, seine Macht stärken wollte und zu diesem Zwecke die Macht der Kirchenfürsten brauchte. Dies führte zur Gründung vieler Klöster im Heiligen Römischen Reich des 12. Jahrhunderts, so auch in Halle.

Der geprellte Teufel

Es war wohl vor etwa 860 Jahren,

 

als in Halle die neue Stadtmauer gebaut wurde.

Da begab es sich, dass die Stadt Kunde von anrückenden Truppen erhielt. Es ging die Angst um, dass Halle geplündert und gebrandschatzt werde.

Nun war guter Rat teuer, denn die Stadtmauer war noch nicht ganz fertig. Im Süden, am Rannischen Tor, fehlte ein Stück Mauer und Feinde würden leichtes Spiel haben, durch diese Bresche in die Stadt einzudringen.

Da bot der Teufel seine Hilfe an. Der ist ja immer unterwegs, um seinen Vorteil zu suchen. Er versprach den Hallensern, die Mauer aufzurichten und verlangte als Lohn für seine Arbeit zwei Kinder.

Die Ratsherren waren verzweifelt. Wer gibt denn schon freiwillig seine Kinder weg, noch dazu in die Hände des Teufels? Doch würde die Stadtmauer nicht schnell fertig werden, hätte die ganze Stadt möglicherweise unter der Bedrückung von Feinden zu leiden.

Der Rat der Stadt beriet sich lange mit den klügsten Köpfen. Der Franziskanermönch Bruder Anselmus aus dem Barfüßerkloster zu Halle wusste endlich Rat: „Geht ruhig auf die Forderungen des Teufels ein! Bekommen soll er jedoch nichts. Dafür werde ich sorgen. Sagt ihm nur, die Arbeit solle getan sein bis zum dritten Morgen. Beim ersten Hahnenschrei muss die Mauer fertig sein.“

Der Teufel akzeptierte die Bedingung und werkte an der Mauer Nacht für Nacht. In der dritten Nacht, kurz vor der Stunde des Morgengrauens, schaffte er die letzten Steine herbei und wollte sie in die Mauer einsetzen.

Da ertönte plötzlich einen Hahnenschrei! Viel zu früh für den Teufel, der im Schweiße seines Angesichts gearbeitet hatte. Doch die Tatsache blieb: er hatte den Vertrag nicht erfüllt. Mit wütendem Geschrei und Gezeter stob er in einer stinkenden Schwefelwolke davon. Die Kinder bekam er nicht.

Doch was war geschehen?

Bruder Anselmus hatte einen Hahn, der jedesmal krähte, wenn er unsanft aus dem Schlaf geschreckt wurde. Diesen Hahn nun hatte der findige Mönch vor der Zeit geweckt und der krähte prompt seinen Unmut in die Lande.

Am nächsten Tage setzten Steinmetze die letzten Steine in die Mauer ein und die Stadt war nun trefflich vor Feinden geschützt.

Die Stadt war gerettet und der Teufel einmal mehr betrogen worden.

 

Übrigens: Die heranrückenden Truppen zogen vorbei, denn sie hatten nicht die Absicht gehabt, der Stadt Halle ein Leid zu tun.

Mein Stadtrundgang

 

Streifzüge mit Katja - Rund um die Stadtmauer in Halle (Saale)

 

Liebe Freunde,

seit dem 01. Juni 2013 biete ich nun auch einen Stadtrundgang um die Stadtmauer in Halle (Saale) an.

 

Jawohl, Ihr habt richtig gelesen: Mein Buch “Rund um die Stadtmauer in Halle (Saale)” goes live. :-)

Alle notwendigen Informationen findet Ihr hier.

 

Ich hoffe sehr, Ihr kommt mal mit.

Eure

Katja